Reise nach Italien - Italienische Politik und Gesellschaft

Italien: Was müssen Sie bei der
Rechnungsstellung beachten?

Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands
Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands, Italien gehört zur Spitzengruppe.
Quelle: Wikipedia
Italien ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, beim Export steht es an 6. Stelle, beim Import sogar an 5. Stelle (siehe die obige Tabelle). Wenn Sie selbst Inhaber eines Unternehmens sind und Ihre Waren auch in Italien vertreiben wollen, müssen Sie einige Dinge beachten. Unter anderem die Unterschiede zwischen deutschen und internationalen Rechnungen. Sonst können Sie schnell Probleme mit dem Finanzamt bekommen oder bleiben gar auf entstandenen Kosten sitzen.

Pflichtangaben auf der Rechnung:

Eine gültige Rechnung ins Ausland muss laut deutschem Gesetz folgende Angaben beinhalten, um rechtswirksam zu sein:
Gerade Gründer und Jungunternehmer tun sich am Anfang ihrer Laufbahn schwer mit der Auftragsbearbeitung. Vor allem dann, wenn es sich um die ersten Rechnungen handelt, die sie ausstellen. An diesem Punkt kann sich entweder der Besuch beim Steuerberater oder die Anschaffung einer entsprechenden Software wie Lexware faktura + auftrag lohnen. Beide Möglichkeiten kosten zwar einen gewissen Betrag, garantieren aber, keine wichtigen Angaben zu vergessen.

Die Umsatzsteuer:

Im Grunde sieht es zunächst danach aus, als ob sich Rechnungen fürs Ausland nicht sonderlich von denen ins Inland unterscheiden – bis es um die Umsatzsteuer geht. Denn diese stellt häufig ein Problem dar. In Deutschland weist der Verkäufer die Umsatzsteuer in der Rechnung aus – Aufgabe gelöst. Doch wie sieht es im Ausland aus?

Zunächst ist wichtig, dass die Umsatzsteuer immer dort entrichtet wird, wo sich der Sitz des Auftraggebers befindet. Wenn Sie also ein Produkt nach Italien ausliefern, stellen Sie die Rechnung ohne die deutsche Steuernummer aus – vergessen Sie aber auf keinen Fall, sowohl Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer als auch die des Empfängers anzugeben! Wichtig: Sie stehen in der Pflicht, die Angaben Ihres Kunden auf Richtigkeit zu prüfen. Dies können Sie über das Bundeszentralamt für Steuern tun.
Die internationale Möbelmesse (Salone del Mobile) in Mailand
Bei Messebesuchen werden häufig die ersten Kontakte zu ausländischen Geschäftspartnern geknüpft. Hier die internationale Möbelmesse (Salone del Mobile) in Mailand.
Foto: Design Conversation

Wie sieht es mit anderen Leistungen aus?

Zunächst müssen wir die Frage klären, was genau sonstige Leistungen denn sind. Im Grunde handelt es sich dabei um Dienstleistungen. Alles, was keine Ware ist, zählt in diese Rubrik. Zum Beispiel: Hierbei lohnt sich ein Besuch beim Steuerberater auf jeden Fall. Dieser kann Ihnen genau erklären, welcher Steuerpflicht Sie bei den Sonderleistungen unterliegen und welche Punkte Sie wo eintragen müssen. Dann wird es für Sie später kein Problem mehr sein, Ihre Rechnungen online zu erstellen.

Überblick: Wann müssen Sie welche Steuern abführen?

  1. Bei Leistungen/Waren im/ins EU-Ausland müssen Sie keine deutsche Umsatzsteuer ausweisen!
  2. Handelt es sich um einen Verkauf an einen Privatkunden, müssen Sie Mehrwertsteuer aufschlagen – zumindest innerhalb der EU.
  3. Außerhalb der EU entfällt auch die Mehrwertsteuer!

B2B-Bereich: Reverse-Charge-Verfahren:

Wie bereits erwähnt, wird die Umsatzsteuer normalerweise an dem Leistungsort entrichtet, aus dem der Auftraggeber kommt. Das kann mitunter kompliziert sein. Aus diesem Grund gibt es das sogenannte Reverse-Charge-Verfahren. Dadurch stehen nicht mehr Sie in der Pflicht, die Umsatzsteuer zu entrichten. Stattdessen übergeben Sie diese an Ihren Kunden. Das Verfahren ist aber nur möglich, wenn Sie es auf der Rechnung als solches kennzeichnen. Neben den Umsatzsteuer-Identifikationsnummern müssen Sie den Hinweis Reverse-Charge-Verfahren auf dem Dokument hinzufügen und dieses ohne Umsatzsteuer ausstellen.

Rechnungen an Privatkunden:

Wenn es um Nicht- oder Kleinunternehmer geht, können Sie alles vergessen, was Sie bisher gelesen haben. Dann handhaben Sie den Punkt mit der Umsatzsteuer nämlich genauso wie sonst auch. Sie zeichnen entweder den Regelsteuersatz von 19 Prozent oder den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent aus. Beachten Sie aber unbedingt die Liefer- und Erwerbsschwelle. Denn ab einer gesetzlich vorgeschriebenen Umsatzhöhe müssen Sie sich sonst in dem Land umsatzsteuerlich registrieren, in das die Waren geliefert wurden.

Rechnungen als Kleinunternehmer:

Sofern Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, unterliegen Sie ebenfalls anderen Rechten und Pflichten als normale Firmeninhaber. Denn Sie müssen unter diesen Umständen generell keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Sie stellen demnach auch weiterhin Ihre Rechnungen (egal ob im In- oder Ausland) ohne die Umsatzsteuer aus.

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