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Die Kirche San Francesco in Assisi

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Eine Buchvorstellung.
Die Kirche San Francesco in Assisi

Über dieses Buch:

Die Kirche San Francesco in Assisi birgt einen der größten Kunstschätze der italienischen Frührenaissance. Gleichzeitig ist sie eine der am meisten verehrten Stätten der Christenheit. Illustriert mit über 300 großartigen Farbfotografien bietet dieses Buch einen umfassenden Überblick zu diesem Thema.

San Francesco in Assisi ist die Grabeskirche des hl. Franziskus, der 1226 starb. Schon kurz nach seinem Tod, 1228, wurde mit dem Bau der Unterkirche begonnen. 1253 erfolgte dann die Weihung der Oberkirche. Beide Kirchen sind vollständig mit Fresken ausgeschmückt. Die Malereien stammen von den größten Künstlern ihrer Zeit: Cimabue, Giotto, Simone Martini und Pietro Lorenzetti.

Neben den bedeutenden Fresken werden in dem Buch auch alle anderen, kunsthistorisch relevanten Ausstattungsobjekte wie Gemälde, Altäre, Glasfenster und Chorgestühl berücksichtigt. In Aufnahmen von hervorragender Qualität werden die Kunstwerke präsentiert, darunter viele Detailansichten. Sie entstammen größtenteils der umfangreichen Fotokampagne, die vor der Zerstörung durch das große Erdbeben 1997 stattfand.
Franz von Assisi
Das älteste, noch zu Lebzeiten entstandene Bild Franziskus’ von Assisi,
Fresko im Sacro Speco in Subiaco
Quelle: Wikipedia

Was mit der Armutsbotschaft des hl. Franziskus geschah:

Als ich diesen Bildband zum ersten Mal durchgesehen hatte, fragte ich mich, wie es möglich ist, die künstlerische und architektonische Pracht dieser Kirche mit dem zu vereinbaren, was der Mönch Franziskus im 13. Jahrhundert predigte und auch praktisch vorlebte: den Verzicht auf jede Form von Besitz und Reichtum, ein radikales Armutsideal und ein christliches Leben, das der strikten Nachfolge des Evangeliums verpflichtet war.

Die Einleitung zu diesem Buch von Chiara Frugoni ("Franziskus im Spiegel der Legende") gibt eine schlüssige und gut recherchierte Antwort auf diese Frage. Das Interessante daran ist, dass die Kunsthistorikerin ihre Erkenntnisse dazu aus der Analyse der Fresken der Oberkirche ableitet: Dem Ordensgründer Franziskus wurde nach seinem Tode von den Ordensführern ein neues Image verliehen, er wurde quasi vergöttlicht, zu einen unvergleichlichen Heiligen uminterpretiert, man entrückte ihn in unerrreichbare Ferne. Die neue Botschaft war, dass es praktisch unmöglich sei, das Niveau des Heiligen zu errreichen und seine Lebensphilosophie nachzuleben. So wurde die sehr unbequeme und für die damalige Zeit fast ketzerische Botschaft des heiligen Franziskus entschärft (viele andere landeten mit ähnlichen Ideen auf dem Scheiterhaufen) und ein drohender Streit im Franziskanerorden vermieden.
Die Basilika von San Francesco in Assisi
Die Basilika von San Francesco
Foto: Berthold Werner

Über das Erdbeben vom 26. September 1997:

Das verheerende Erdbebens von 1997 ließ einen Teil der Kirche einstürzen, dabei fanden auch zwei Techniker und zwei Ordensbrüder, die mit Ausbesserungsarbeiten von einem früheren Erdstoß beschäftigt waren, den Tod.
Die Basilika von San Francesco 
Eines der eingestürzten Gewölbe mit Fresken von Cimabue.
Foto: Sebasgs
Die Restaurierungsarbeiten begannen schon wenige Tage danach: 1.276 Tonnen Schutt mussten aus dem Gebäude geschafft werden und wurden vorsichtig nach noch brauchbaren Stücken durchsiebt. Es mussten insgesamt ungefähr 300.000 Einzelteile wieder an ihre richtige Position gebracht werden. Ein großer Teil der beschädigten Fresken (insgesamt 130 Quadratmeter) konnte zum Glück wieder hergestellt werden und im November 1999 wurde die Oberkirche nach zweijähriger Schließung erneut der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Unterkirche, die weniger stark beschädigt war, konnte dagegen schon nach einigen Monaten wieder geöffnet werden. Die abschließenden Restaurierungsarbeiten, die insgesamt etwa 35 Millionen Euro kosteten, zogen sich allerdings noch bis zum Jahr 2006 hin.
Die offizielle Webseite der Kirche:
www.sanfrancescoassisi.org

Hier können Sie das Buch bestellen:

Die Kirche San Francesco in Assisi
Die Kirche San Francesco in Assisi
Hg: Gianfranco Malafarina
323 Seiten

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