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Angelika Kaufmann

Vorstellung der Kauffmann-Biografie von Gabriele Katz.
Angelika Kauffmann
Titel des Buchs mit einem Selbstporträt von Angelika Kauffmann

Über das Buch:

Das Buch beschreibt das Leben einer außergewöhnlichen Frau, mitreißend erzählt von Gabriele Katz und bebildert mit zahlreichen Werkbeispielen.

"Wunderkind", "ein Weib von ungeheurem Talent", "die wohl kultivierteste Frau in Europa" so lauten nur einige Urteile der Zeitgenossen über Angelika Kauffmann (1741 1807). Die Tochter eines Wandermalers aus Vorarlberg stieg einem Kometen gleich in die höchsten Sphären des Kunstbetriebes auf und zählte schon bald zu den begehrtesten Portraitisten ihrer Zeit. Souverän setzte sie sich über die Einschränkungen hinweg, die auch das aufgeklärte Zeitalter einer Künstlerin auferlegte. Sie zeichnete männliche Aktfiguren und malte großformatige Historienbilder, lebte selbstbestimmt und verdiente mit ihrer Kunst ein Vermögen. Die Inszenierung ihrer Person war Teil des Erfolges: In Selbst- und Rollenporträts spielte sie souverän mit dem eigenen Bild. Gabriele Katz interpretiert diese Selbstbildnisse als Schlüssel der ungewöhnlichen Biografie einer bis heute faszinierenden Frau und Künstlerin.

Über die Autorin:

Gabriele Katz ist promovierte Kunsthistorikerin und Historikerin. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Frauengeschichte. Sie schreibt Porträts über starke Frauen wie die jüdische Hoffaktorin und Wirtschaftsberaterin König Friedrichs I. von Württemberg, Madame Kaulla. Sie erarbeitet Ausstellungen und schreibt Kataloge.

Mein Kommentar:

Ein Maler, der in seiner Zeit zu den angesehensten Künstlern und gefragtesten Portraitmalern gehört, der zeit seines Lebens hart arbeitet und durch seine Fähigkeit als Geschäftsmann mit seiner Kunst ein Vermögen verdient - ein Maler, der außerdem noch eine hervorragende literarische und musikalische Bildung besitzt und mehr als 1.000 Werke hinterlässt, hätte auch heutzutage sicherlich einen Namen, der einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist. Aber Gabriele Kauffmann, auf die alle oben genannten Eigeschaften zutreffen, war eine Frau, von der viele, nicht nur im 18. und 19. Jahrhundert sondern auch heute noch, eigentlich ein anderes Bild haben. Und so ist sie außerhalb der Welt der Kunstexperten eine relativ unbekannte Figur geblieben und selbst in der kunsthistorischen Forschung gab es, bis vor etwa 25 Jahren, wenige Arbeiten, die sich eingehend mit dieser Ausnahmefrau beschäftigten.

Gabriele Katz schreibt in der Einleitung ihres Buchs, dass sie von der Künstlerin und Geschäftsfrau Angelika Kauffmann fasziniert ist und diese Faszination überträgt sich auch auf den Leser ihres reich bebilderten Buchs. Es ist sowohl Biografie als auch Werkanalyse und die engagierte Beschreibung des Wechselverhältnisses von Leben und Werk, bei der die zahlreichen Selbstporträts von Angelika Kauffmann eine große Rolle spielen, bringt diese Frau dem Leser, auch gerade dem, der kein Kunsthistoriker ist, nahe und lässt ihm auch die Zeit, in der sie lebte, und die Zeitgenossen, von denen sie umgeben war, lebendig werden.

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