Reise nach Italien - Die schönsten Städte und Regionen Italiens
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Florenz

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Florenz: Palazzo Vecchio Florenz: Palazzo Vecchio Der "Palazzo Vecchio" auf der Piazza della Signoria in Florenz
Foto: Geobia

Florenz in Kürze:

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Florenz: Ponte Vecchio Florenz: Ponte Vecchio Die "Ponte Vecchio" über den Fluss Arno
Foto: GeorgianaMares

Was man von Florenz wissen sollte:

Wer Florenz nicht gesehen hat, kennt Italien nicht. Millionen von Touristen, die Jahr für Jahr die Stadt besuchen, werden das gern bestätigen. Der Tourismus, der heute eine der Haupteinahmequellen der Stadt ist, ist zwar segensreich für Florenz, schafft aber auch viele Probleme, vor allem von Ostern bis Ende September, wenn die Stadt oft geradezu überschwemmt ist von Besuchern aus aller Welt. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie die Oster- und Pfingstferien, sowie die Sommermonate Juli und August meiden, auch weil dann die Warteschlangen vor den Museen und den wichtigsten anderen Sehenswürdigkeiten oft unerträglich werden. Die Plätze in den Restaurants sind dann häufig Mangelware und die Preise, nicht nur in den Hotels, deutlich höher als zu anderen Jahreszeiten. Die Faszination, die von dieser Stadt ausgeht, wird allerdings auch vom Massentourismus in keiner Weise beeinträchtigt.

Ein kurzer Blick in die Vergangenheit:

An der rechtwinkligen Straßenanlage um die heutige Piazza della Repubblica kann man noch die Anlage des Forums des im Jahre 59 v. Chr. von Julius Cäsar gegründeten Militärlagers ("Fiorentia") erkennen. Ansonsten ist aber von dieser ersten Besiedlung durch die Römer nichts übrig geblieben.

Der Aufstieg von Florenz begann im 12. Jahrhundert, als Florenz eine autonome Stadtrepublik wurde. Der Reichtum der Stadt basierte auf der Verarbeitung von Wolle und Seide und dann vor allem auf den Bankgeschäften, was die tüchtigen Florentiner mit ganz Europa in Verbing brachte. Handwerker, Kaufleute und Bankiers gewannen innerhalb der Stadtmauern immer mehr an Macht und die reichsten Familien von Florenz, die Strozzi, Pitti und Medici, konkurrierten miteinander um Macht und Einfluss, oft auch in blutigen Auseinandersetzungen. Im Jahr 1434 übernahm Cosimo I de' Medici praktisch die Alleinherrschaft und setzte damit den ewigen internen Auseinandersetzungen ein gewaltsames Ende.

Aber auch außerhalb seiner Mauern lag Florenz in ständigen, häufig kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen wichtigen Städten der Toskana, vor allem mit Pisa und Siena, bis im Jahr 1530 die ganze Toskana als Herzogtum unter die Oberherrschaft von Florenz kam. Unter den Medici, die zwar machtgierig und politisch kaltblütig waren, kulturell aber äußerst generös und weitsichtig agierten, erlebte Florenz seine Blütezeit. Damals wurde Florenz zu einem der wichtigsten kulturellen Zentren Europas und blieb es, mit einigem Auf und Ab über die Jahrhunderte hinweg bis heute.
Florenz: Der Dom Santa Maria del Fiore Florenz: Der Dom Santa Maria del Fiore Der Dom "Santa Maria del Fiore" mit der mächtigen Kuppel von Brunelleschi
Foto: Bruce Stokes

Florenz: Hauptstadt von Italien!

Sechs Jahre lang war Florenz sogar die Hauptstadt Italiens. 1861 wurde der italienische Einheitsstaat gegründet, Rom gehörte zu jener Zeit aber noch zum Kirchenstaat. Die erste provisorische Hauptstadt Italiens war deshalb Turin und dann, zwischen 1865 und 1871, Florenz. Mit der militärischen Eroberung Roms durch die italienischen Patrioten musste Florenz diese Würde allerdings an Rom abtreten.

Was man in Florenz sehen sollte:

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Der Dom und das Baptisterium
Florenz - Ponte Vecchio und Vasarikorridor  Florenz - Ponte Vecchio und Vasarikorridor  Florenz - Ponte Vecchio und Vasarikorridor  Florenz - Ponte Vecchio und Vasarikorridor  Florenz - Ponte Vecchio und Vasarikorridor  Florenz - Ponte Vecchio und Vasarikorridor  Florenz - Ponte Vecchio und Vasarikorridor
Ponte Vecchio und der Vasarikorridor
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Palazzo Pitti und der Boboli-Garten

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Ihr Kommentar zu dieser Seite
Ralf Kasten:
Florenz ist mit großer Sicherheit eine Reise wert. Es gibt jede Menge zu sehen und von den Aussichtsspunkten präsentiert sich eine wunderschöne Stadt. Aber einige graviernde Kritikpunkte gibt es, die sehr sehr wichtig für eine Reiseentscheidung sind:
   1. Ein Großteil der Stadt ist für den Individualverkehr gesperrt. Eine Nahverkehrsverbindung ist fast nicht vorhanden oder katastrophal unübersichtlich. Also nur zu Fuss zu besichtigen.
   2. Die Tourist-Information am Dom ist lächerlich klein, ohne jegliche informationsbrochüren und nicht besonders freundlich.
   3. Rundfahrten "Hopp on Hopp off" ist vorhanden aber die Stationen kaum zu finden.
   4. Die Stadt liegt in wunderschöner grüner Umgebung. In der Stadt selbst gibt es ein paar lächerlich kleine und zu großen Teil ungepflegte Parkanlagen. Große Parkanlagen sind nur gegen Gebühr zu betreten. Die Stadt selbst hat fast keine grünen Erholungspunkte, kaum Bäume, keine Blumenrabatte nix. Dafür aber reichlich Hundehaufen auf extrem kleinen Fußwegen.
   5. Der städtische Verkehrslage ist der größte Kritikpunkt. Winzige meist kaputte Fußwege (die besser an afrikanische Verhältnisse erinnern), permanenter Individualverkehr mit PKW, Mopeds, Fahrrädern, Versorgungs-LKW und ab und zu ein Bus auf etwa 2,50 m breiten Straßen. Kein Fußweg ist betretbar, ohne dass nicht ein schmutziges Moped oder ein Auto daruf steht.
   6. Die Stadt macht einen sehr ungepflegten sehr schmutzigen Eindruck. Es ist einfach unbegreiflich wohin die vielen teuren Einnahmen in der Stadt versickern. Offensichtlich werden diese Gelder zweckentfremdet .
   7. Von der ursprünglichen Architektur haben die Stadtplaner alles vergessen und bauen einen Hauptbahnhof, der wie ein schmutziger Fremdkörper wirkt.
Die stark sinkende Einwohnerzahl (20 % in 10 Jahren) sagt einiges! Es ist momentan eine sterbende Stadt.
(06.06.2018)

Wolfgang Pruscha antwortet:
Ihre Kritik, was die Sauberkeit der Stadt im allgemeinen, die Verkehrslage und die Fehler in der Stadtplanung angeht, ist zum Teil sicher berechtigt. Die sinkende Einwohnerzahl in den letzten 10 Jahren hat damit allerdings nichts zu tun.

   1. Wenn Sie schreiben: "Kein Fußweg ist betretbar, ohne dass nicht ein schmutziges Moped oder ein Auto daruf steht" haben Sie Recht. Das ist aber kein Problem von Florenz, sondern von ganz Italien, oder besser gesagt: ein Problem, das die Italiener betrifft. In der "Hierarchie" der Verkehrsteilnehmer stehen die Fußgänger in Italien ganz unten.
   2. Auch was die anderen Kritikpunkte angeht, muss man ergänzend hinzufügen: viele andere italienische Groß- und Mittelstädte haben die gleichen Probleme, ohne deshalb Einwohner zu verlieren. Die meisten Italiener sind an die Dinge, die Sie mit Recht kritisieren, gewöhnt. Bei aller Kritik nehmen sie die Probleme in der Regel allerdings fatalistisch hin.
   3. Der Einwohnerschwund ist darauf zurückzuführen, dass die Immobilienpreise und die Mieten in der Stadt, gerade wegen des großen Touristenandrangs, ständig steigen. Viele ziehen deshalb aus Florenz in kleinere und billigere Städte der Umgebung um. Die freiwerdenden Wohnungen werden dann oft von reichen Ausländern (als Zweitwohnung) aufgekauft oder sie werden in Ferienwohnungen für Touristen umgebaut. Noch viel dramatischer ist diese Tendenz übrigens in Venedig.
   4. Florenz deshalb als "sterbende Stadt" zu bezeichnen ist allerdings, meiner Meinung nach, übertrieben. Die Stadt hat schließlich immer noch über 380.000 Einwohner...
(16.06.2018)


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