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Die Solfatara in Pozzuoli

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Der Krater der Solfatara in Pozzuoli
Im Krater der Solfatara stinkt es gewaltig nach Schwefel und faulen Eiern
Foto:
Donar Reiskoffer

Pozzuoli und die Solfatara in Kürze:

Die Stadt Pozzuoli:
Die Solfatara:

Pozzuoli - zur besseren Orientierung:

Pozzuoli - Stadtplan online
Stadtplan online
von Pozzuoli (Kampanien)

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Der Hafen von Pozzuoli
Der Hafen von Pozzuoli, etwa 3 km vom Vulkankrater der Solfatara entfernt
Foto:
Jimmyweee

Was ist die "Solfatara"?

Die Solfatara im Stadtgebiet von Pozzuoli ist ein ständig aktiver Vulkan, der zu der "vulkanischen Provinz" der Phlegräischen Felder (Campi Flegrei) gehört. Dieses Gebiet hat eine Ausdehnung von ca. 150 km2 und erstreckt sich zu zwei Dritteln unter dem Meeresspiegel. Die Phlegräischen Felder stellen einen der 20 Supervulkane auf der Erde dar. Auf dem gesamten Gebiet gibt es mehr als 50 Eruptionsherde, zu denen auch der Krater Solfatara in Pozzuoli gehört. Im Jahr 2008 wurde entdeckt, dass die Phlegräischen Felder und der Vesuv in zehn Kilometern Tiefe eine gemeinsame Magmakammer besitzen.

Die Tatsache, dass der Sofatara-Krater nur 3 km vom Zentrum von Pozzuoli entfernt ist, dass Wohnhäuser bis an den Kraterrand gebaut wurden und dass man im Krater, auf genau umgrenzten Wegen, sogar spazieren gehen kann, könnte den Eindruck erwecken, dass von hier keine Gefahr mehr ausgeht. Aber dieser Schein trügt. Abgesehen vom unterschiedlich warmen bis heißen Erdboden, den brodelnden und nach Schwefel und faulen Eiern stinkenden Schlammlöchern, die einen Durchmesser von einigen Metern haben, sowie den heißen Dampfquellen im Krater der Solfatara macht sich die ungebrochene vulkanische Aktivität auch noch anders bemerkbar, und zwar an den langsamen, aber erheblichen Auf- und Abbewegungen des Erdbodens in der Gegend, als Folge von Druckveränderungen in den unterirdischen Magmakammern. Die Amplitude dieser Schwankungen beträgt seit dem Altertum bis heute etwa 10 m. Im Jahr 1538 entstand bei einem Ausbruch wenige Kilometer westwärts der Vulkan Monte Nuovo, was bei Pozzuoli in nur 2 Tagen zu einer Bodenhebung von 6 m führte.

Bereits mehrere Male musste die Altstadt von Pozzuoli evakuiert werden, zuletzt 1983-1986, als sich die Erdoberfläche in der Altstadt um insgesamt 1,80 m hob, was zu erheblichen Beschädigungen der architektonischen Substanz und zum Einsturz einiger Häuser führte.

Das Vesuv-Observatorium kontrolliert regelmäßig die chemische Zusammensetzung der im Krater austretenden Gase, deren Veränderung auf die Aktivität im Untergrund schließen lässt. Im Krater wurden auch drei Reflektorpaare aufgestellt, die satellitengestützte Messungen vornehmen, um ein eventuelles Anheben des Kraterbodens zu überwachen und so einen Aufstieg der Magma rechtzeitig zu erkennen.

Die heißen Quellen der Solfatara wurden schon in der Antike als Heilbäder verwendet: Im Krater selbst befindet sich noch eine altertümliche „Sauna“ aus der Römerzeit, die damals die natürliche Erdwärme und den heißen Dampf nutzte. Pozzuoli, im Jahr 528 v.Chr. von den Griechen gegründet, wurde im 2. Jh. v.Chr. von den Römern erobert, die ihr auch den Namen gaben: sie nannten die Stadt "Puteoli", die "Stinkende".

Aus der Römerzeit stammen in Pozzuoli das gut erhaltene flavische Amphitheater, das bis zu 20.000 Menschen fasste und die Ruinen des Macellum, eines Marktes im Bereich des antiken Hafens.
Pozzuoli und Phlegräische Felder: Geführter Rundgang
Pozzuoli und Phlegräische Felder:
Ein geführter Rundgang
Ein heiß brodelndes Schlammbecken
Ein heiß brodelndes Schlammbecken, das Gasblasen aufwirft.
Foto: Heinrich Stürzl
Die abgegrenzten Wege durch den Krater
Die Wege, auf denen man den Krater erkunden kann, sind streng abgezäunt. Nicht umsonst. Im Jahr 2017 hat sich hier eine schweren Unfall erignat, der drei Menschen das Leben kostete. Ein elfjähriger Junge hatte die Abgrenzung überstiegen und sich einem Krater zu stark genähert. Er und seine beiden Eltern, die ihm zu Hilfe eilen wollten, wurden durch die Einatmung giftiger Gase getötet.
Foto: Norbert Nagel
Die altrömische 'Sauna'
Die altrömische "Sauna"
Foto: Rolf Cosar

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